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14. March 2011, 20:40 Uhr Alter: 1 Jahre

46 Prozent des Strompreises gehen an den Staat

Von: Deian I.

Nach Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) steigt der Anteil der staatlichen Steuern und Abgaben ab Strompreis immer weiter an. Derzeit liegt er bei 46 Prozent wonach ein Musterhaushalt etwa 72,77 EUR pro Monat für seinen Strom zahlen muss.

 

Der BDEW hat den Strommarkt aus Verbrauchersicht untersucht und die Veränderungen aller Stromprodukte analysiert. Dabei wurde berechnet, dass der Staat 46 Prozent der Strompreise in Form von Steuern und Abgaben einnimmt. Dieser Anteil lag im vergangenen Jahr noch bei 41 Prozent. Die Strombeschaffung und der Vertrieb nimmt rund 34 Prozent und die Netzengelte 20 Prozent des Strompreises in Anspruch.

 

Ein sogenannter Musterhaushalt mit einer dreiköpfigen Familie muss bei einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr mittlerweile 72,77 EUR pro Monat zahlen. Der Hauptgrund für den Anstieg ist nach wie vor die Umlage für erneuerbare Energien, die jeder Stromkunde tragen muss. Seit Jahresanfang hat sich der Strom bereits im Schnitt um 5,3 Cent verteuert. Laut dem BDEW betragen die Belastungen aus der Förderung der erneuerbaren Energien rund 13,5 Milliarden EUR für die deutschen Stromverbraucher.

 

Zusätzlich können die Preise durch die gestiegenen Kosten für den Ausbau der Stromnetze weiterhin ansteigen. Nach Angaben des BDEW ist die EEG-Umlage für dieses Jahr nicht zu hoch angesetzt, da eine Beurteilung über die Höhe derzeit nicht möglich sei. Für diese Berechnung ist wichtig, wie viel Strom die Anlagen, besonders die Photovoltaik-Anlagen, aus erneuerbaren Energien erzeugt haben. Verbraucher können derzeit ihre Stromrechnung senken, indem sie über einen Strompreisvergleich zu einem günstigeren Tarif wechseln.



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