800 E.ON Thüringer Energie-Mitarbeiter wechseln Firma
Von: Deian I.Mehrere hundert Angestellt des Strom- und Gasversorger E.ON Thüringer Energie werden demnächst zu einer Tochterfirma des Konzerns wechseln müssen. 800 der insgesamt 1.400 Mitarbeiter werden in Zukunft wegen Strukturveränderungen bei der TEN Thüringer Energienetze GmbH beschäftigt sein.
Grund für die Umstrukturierung ist die Vorgabe der Bundesnetzangentur, den Betrieb und die Betreuung der Netze bei Energieversorger zu trennen. Die 800 betroffenen Mitarbeiter werden zur Tochterfirma Thüringer Energienetze GmbH (TEN) wechseln, die seit 2006 den Zugang zum Strom- und seit 2007 auch zum Gasnetz von E.ON Thüringer Energie sichert.
Die Trennung von Vertrieb und Netzbetrieb wird von den Thüringer Kommunen stark kritisiert, da diese nicht mehr in den Aufsichtsgremien der Netz-Tochter vertreten sein sollen, obwohl sie einen Anteil von 47 Prozent an der E.ON Thüringer Energie AG haben. Obwohl sie fast zur Hälfte Eigentümer des Netzes sind, können sie in Zukunft nicht mehr an Entscheidungen über den Netzbetrieb teilnehmen, kritisierte der Vorstand der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen (KEBT), Thomas Lenz, am Montag in Erfurt.
Nach Angaben der KEBT am Montag sollen 840 Mitarbeiter zur TEN wechseln, die bisher nur 30 Beschäftigte zählt. Bei dem Wechsel handele es um rein interne Veränderungen und es hätte demnach keine ohne Auswirkungen auf Tätigkeit, Bezahlung und soziale Absicherung der Betroffenen.
Lenz zufolge ist das geplante Modell "nicht optimal" und es entspreche nicht den Intentionen der Bundesnetzangentur. Außerdem könnte es die Kosten des Netzbetriebs nur zum Teil auffangen.
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