Abzocke bei den Stromkonzernen?
Von: Patrick K.Reiner Priggen (Fraktionsvize der Grünen) warf nun den Stromkonzernen eine Abzocke im großen Stil vor. Er selbst berief sich bei seinen Anschuldigungen wohl auf Experteneinschätzungen. Demnach soll im Jahr 2007 ein Strompreis von 60 Euro / MWh (Megawattstunde) angerechnet worden sein, es hätten jedoch nach Einschätzung der Experten nur 32 Euro sein dürfen. Das macht mal eben ein Aufschlag von fast 100% aus, wenn man den “Experten” glauben schenken kann.
Priggen forderte in dem Zuge, dass es Aufgabe der Politik sei, den Bürger bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen zu unterstützen.
Ich denke es gibt 2 zentrale Probleme dabei: Zunächst einmal muss die genaue tatsächliche Differenz (der Aufschlag) berechnet werden. Das ist wahrscheinlich gerade bei solch großen Unternehmen eine Sache, die sich im Prozess viele Monate hinziehen würde. Desweiteren müsste man bei jedem einzelnen Kunden die Einkaufskonditionen in der jeweiligen Laufzeit berücksichtigen - wenn man schon ganz genau rechnen will. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, folglich kann auch hier wieder nur überschlagen werden.
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