stromklar-logo.jpg, 47kB
19. February 2010, 13:57 Uhr Alter: 2 Jahre

Anklage gegen Zwischenlager des AKW Unterweser

Von: Deian I.

Zwei Landwirte haben eine Anklage gegen das Atommüll-Zwischenlager des Kernkraftwerks Unterweser erhoben. Die Verhandlung hat am Mittwoch vor dem niedersächsischen Oberverwaltungsgericht Lüneburg begonnen. Diese Woche soll noch ein Urteil fallen.

 

Die Klage sieht vor, die Genehmigung aufzuheben, die vom Bundesamt für Strahlenschutz im September 2003 erteilt wurde und es erlaubt, auf dem Gelände des Kraftwerks bestrahlte Brennelemente zwischenzulagern. Nur wenige Kilometer vom Zwischenlager entfernt befinden sich die Hofstellen der zwei Landwirte aus Rodenkirchen, die überwiegend Milchwirtschaft betreiben. Die Landwirte sehen ihre Existenz und Gesundheit bedroht, da das Zwischenlager nahe eines militärischen Tieffluggebiets und einer Verkehrsflugstraße gelegen ist.

 

Im September 2003 genehmigte das Bundesamt für Strahlenschutz dem Betreiber E.ON die Pläne für den Bau des Zwischenlagers. Bis zu 40 Jahre lang dürfen demnach bis zu 80 Castor-Behälter bestrahlten Uran-Brennelementen gelagert werden, die aus dem Kraftwerk Unterweser stammen. Laut Klägern beruht die Genehmigung auf einer falschen Rechtsgrundlage. Außerdem seien die Folgen potentieller Unfälle im Lagerbetrieb nicht ausreichend ermittelt worden. Vor Gericht am Mittwoch wurde nur darüber gesprochen, ob die Klage überhaupt berechtigt ist. Noch diese Woche ist ein Urteil zu erwarten.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps