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13. April 2010, 10:21 Uhr Alter: 2 Jahre

Anti-Atom-Demos in Deutschland

Von: Deian I.

Atomkraftgegner haben am Samstag in ganz Deutschland mit einer riesigen Menschenkette gegen die Pläne der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken protestiert. Die Protestaktionen war teilweise besser besucht als von den Organisatoren erwartet und sogar Fußballfans beteiligten sich an der Aktion.

 

Am Sonntag teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit, dass mehr als 8.000 Menschen in 50 Städten an der Protestaktion teilgenommen haben. Der bundesweite Aktionstag wurde von Parteien, Umweltverbänden und Gewerkschaften gestartet. Laut Bund ging es bei den Anti-Atom-Demos so genannte Probeketten zu bilden. BUND-Koordinator Björn Obmann erklärte, dass dies nur eine Mobilisierung für den Protesttag am 24. April gewesen sei. Dann wollen die Atomkraftgegner eine 120 Kilometer lange Menschenkette den schleswig-holsteinischen Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel des Betreibers Vattenfall bilden. Seit Ende 2007 steht Kürmmel nach einem Kurzschluss und einem Trafobrand still. Auch Brunsbüttel ist seit fast drei Jahren stillgelegt.

 

Die 120 Kilometer lange Kette wird am 24. April in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die für die jeweilige Region in Deutschland die Patenschaft übernommen hat. Hamburg muss für seine 35 Kilometer eigene Teilnehmer mobilisieren. Dort hatten sich am Samstag mehrere Hundert Atomkraftgegner entlang der Haupteinkaufsmeile Mönckebergstraße getroffen. Sie bildeten mit Spruchbändern und Fahnen eine Reihe vom Kundenzentrum des Energiekonzerns Vattenfall, die fast bis zum Rathaus reichte. Nach Einschätzungen der Polizei beteiligten sich rund 500 Menschen an der Aktion. Auch in Hannover reichte die Probekette quer durch die Innenstadt. Mehr als 250 Menschen bildeten eine Reihe vom Platz der Weltausstellung hinter dem Kröpcke Center bis in die Bahnhofsstraße. Laut Organisatorin Christiane Weber vom BUND haben sich auch zahlreiche Fußballfans an der Aktion beteiligt. Sie ist zuversichtlich, dass die 120 Kilometer lange Menschenkette möglich ist. Atomkraft ist nicht gewollt und dieser Protest wird dies deutlich machen. Auch in Berlin demonstrierten rund 2000 Aktivisten an der Zentrale von Vattenfall Europe bis hin zur Unternehmensrepräsentanz von RWE.



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