Aqua Society: CO2-freier Strom aus Abdampf
Von: Deian I.Die ersten Forschungsdaten sagen bereits aus, dass die "Steam Mission" ein erfolgreiches Projekt werden könnte - die neue Technologie steigert die Energieeffizienz.
Die Aqua Society GmbH installierte ein Energiemodul zur CO2-freien Stromerzeugung aus dem Abdampf einer Glashütte in Lünen. Vom 15. Januar bis zum 15. Februar 2010 hat die Anlage mehr als 1,4 Megawattstunden (kWh) Strom erzeugt. Dieser wurde an die Stadtwerke Lüne geliefert und ins öffentliche Netz eingespeist. Bisher konnten nur maximal 30 Prozent der möglichen Leistung von 10 Kilowatt erzielt werden, da nur ein Teil der durch die Glashütte erzeugten Abdampfmenge für das Energiemodul zur Verfügung steht. Die gesamte Leistung wird erst nach einem geplanten Umbau zur Verfügung stehen und die volle Leistung erreichen können. Laut Dipl.-Ing. Hubert Hamm, Geschäftsführer der Aqua Society GmbH rechnet die Firma mit 8.000 Betriebsstunden jährlich und einer CO2-freien Stromproduktion von 80.000 kWh. Bei "Steam Mission" wird der Dampf zuerst in mechanische und anschließend in elektrische Energie umgewandelt, indem der Niederdruck-Dampf mit einem speziellen Entspannungs-Aggregat direkt entspannt wird. Dabei entsteht zusätzliche elektrische Energie ohne fossile Brennstoffe zu verwenden. Die Energieeffizienz bei diesem Verfahren ist besonders hoch, also das Verhältnis von erzieltem Nutzen zum Energieaufwand, was wiederum zu einer reduzierten CO2-Emission führt.
Der größte Vorteil der Methode von Aqua Society ist die Verwendung neuer Ressourcen für die Stromerzeugung. So lässt sich der Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas reduzieren. Der erzeugte Strom kann entweder selbst genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden. Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhält man für den Eigenverbrauch des Strom einen KWK-Bonus von 5,11 Cent pro kWh und eine Einspeisevergütung von 6,5 Cent/kWh. Die Vergütung beläuft sich somit insgesamt auf 0,1161 Euro/kWh. In Lünen wird eine Jahresleistung von 80 MW erwartet. Das bedeutet einen jährlichen Ertrag von 9.288 Euro.
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