Areva streicht 1.500 Arbeitsplätze
Von: Deian I.Die Konsequenzen des Atomausstiegs werden erneut ersichtlich. Bis zu 1.500 Mitarbeiter des Atomkonzerns Areva müssen sich demnächst einen neuen Arbeitgeber suchen. Areva folgt mit der Massenentlassung den Konkurrenten E.ON und RWE, die ebenfalls Tausende gehen lassen müssen.
Alle Energieunternehmen, die in den vergangenen Tagen Entlassungen angekündigt haben, wollen diese eigenen Angaben zufolge sozialverträglich und ohne direkte Entlassungen erbringen. Der französische Atomkonzern Areva will nun innerhalb der nächsten 5 Jahre bis zu 1.500 Stellen in Deutschland streichen.
Laut der französischen Zeitung "Le Figaro" bestätigte Luc Oursel, der Chef von Areva, die Medienberichte. Ähnliche Zahlen bezüglich der geplanten Entlassungen wurden bereits zuvor von Arbeitnehmervertretern des Atomkonzerns genannt. Grund für den Stellenabbau seien massive Verluste, die unmittelbar mit dem Atomunglück in Japan zusammenhängen. Ebenfalls für den Stellenabbau verantwortlich sind massive Wertberichtigungen, die zu erheblichen Verlusten führten.
Areva ist der Weltmarktführer im Bereich der Atomkraftwerke und gehört zu 87 Prozent dem französischen Staat. Dieser will bis 2015 eine Milliarde EUR sparen und von seinen 6.000 Mitarbeitern in Deutschland rund 1.500 entlassen.
Der französische Atomkonzern ist am Bau zahlreicher Atomkraftwerke weltweit bekannt. Kürzlich gab der Siemens-Konzern bekannt, dass er sich nicht mehr an dem französischen Unternehmen beteiligen will. Zu Beginn des Jahres sah die Perspektive für den Konzern sehr gut aus, denn Deutschland verabschiedete die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Kurze Zeit später folgte die Kernschmelze im japanischen Fukushima, deren Folgen die gesamte Branche hart traf.
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