stromklar-logo.jpg, 47kB
22. October 2011, 15:31 Uhr Alter: 208 Tage

Areva: Verunsicherung in Deutschland

Von: Deian I.

Vor wenigen Tagen erschien ein Medienbericht, dem zufolge der französische Atomkonzern Areva 800 Stellen in Deutschland streichen will. Nun sorgt der Konzern für noch mehr Verunsicherung, denn der Deutschland-Chef von Areva, Ulrich Gräber, kündigte seinen Rücktritt an.



Als Grund für den Rücktritt gab Gräber den Atomausstieg und den damit verbundenen Umbau des Atomkonzerns in Deutschland an. Dies schrieb der Avira-Deutschland-Chef in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, die an die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag weitergeleitet wurde.



Nach Angaben des französischen Atomkonzerns will das Unternehmen 800 Stellen in Deutschland abbauen. Von den Streichungen betroffen sind angeblich 3 Standorte zur Fertigung von Brennelementen in Offenbach, Lingen und Erlangen. Dies berichtete diese Woche das französische Magain "L'Expansion". Areva war zu keiner Stellungnahme bereit.



Für einen Vertreter der IG Metall war der Rücktritt Gräbers am Donnerstag eine Überraschung. Gegenüber der AFP sagte der IG Metall-Vertreter, dass die Begründung, die Stelle einem jüngeren Manager zu überlassen, nicht glaubwürdig sei. Des Weiteren forderte der Vertreter sowohl von der französischen Muttergesellschaft als auch von der Areva-Führung in Deutschland eine klare Stellungnahme zur Situation. Die Beschäftigten haben nämlich bisher keine Informationen zur aktuellen Lage erhalten.



Durch die Atomkatastrophe in Fukushima folgten Annullierungen der Verträge des französischen Atomkonzerns in Millionenhöhe. Noch vor Jahresende sol ein neuer Strategieplan vorgelegt werden, kündigte der neue Areva-Chef Luc Oursel an.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps