Atom-Länder wollen keinen kompletten Ausstieg aus Atomenergie
Von: Deian I.Einem Medienbericht zufolge wurde die Verlängerung von AKW-Laufzeiten schon vor Monaten von den beiden Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg vorgeschlagen. Dabei soll eine "geordnete Nutzung der Kernenergie" sichergestellt werden.
Die Umweltministerien der beiden Länder erstellten kurz vor der Bundestagswahl ein Papier, woraus die Pläne hervorgehen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Bisher sieht das Atomgesetz vor komplett auf die Kernkraft zu verzichten, die beiden Länder hingegen haben konkrete Vorschläge für die Änderung des Gesetztes gemacht. Für den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke ist der Stand der Technik. Wenige Tage nach der Bundestagswahl haben Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch und sein damaliger Amtskollege in Baden-Württemberg, Günther Oettinger einen Plan zur Kernenergie an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer gesandt. In dem Papier heißt es, dass man die Laufzeiten der Reaktoren nach der Sicherheit regeln sollte und nicht eine konkrete zeitliche Festlegung festmachen solle.
Stefan Mappus ist ebenfalls wenig begeistert von dem Ausstieg aus der Atomenergie und den kürzlich vorgstellten Plänen von Bundesumweltminister Röttgen. Laut Mappus würde Röttgens Vorgehensweise nicht mit dem Koalitionsvertrag übereinstimmen. Noch dieses Jahr will Röttgen AKW Neckarwestheim I abschalten lassen und die Atomkraftwerke sollen nur maximal 40 Jahre laufen. Die Landesregierung von Baden-Württemberg fordert Neckarwestheim noch nicht abzuschalten. Laut Mappus reagiert Röttgen jedoch nicht auf Briefe.
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