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26. April 2010, 22:48 Uhr Alter: 135 Tage

Atomkraftgegner bilden Menschenkette

Von: Deian I.

Am Samstag haben mehr als 100.000 Atomkraftgegner eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den norddeutschen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel gebildet. Im Fokus der Protestaktion war die Atompolitik der Bundesregierung.

 

Der Sprecher der Initiative "Ausgestrahlt", Jochen Stay, deklarierte am Sonntag, dass noch nie so viele Menschen hierzulande gegen die Atomkraft demonstriert haben. Mit der Aktion demonstrieren die Atomkraftgegner gegen die Plände der Bundesregierung, den Atomausstieg zu verschieben. So versammelten sich mehr als 100.000 Menschen, die eine 120 Kilometer lange Kette entlang der Elbe und quer durch Hamburg bildeten. Die Beteiligung zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Pläne der Bundesregierung ist. Wenn sie an dem Kurs festhält, werden weitere Proteste folgen.

 

Laut den Veranstalten nahmen insgesamt 120.000 Menschen an der Demonstration teil. Auch die Polizei in Schleswig Holstein zählte deutlich mehr als 100.000 Teilnehmer. Darüber hinaus war die Kette zwischen den beiden Atomkraftwerken weitgehend geschlossen. Die Protestaktion verlief außerdem friedlich und ohne Störungen. Der offizielle Anlass der Menschenkette war der 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die Protestaktion soll der Bundesregierung signalisieren, dass sie auf dem falschen Weg sei. Darüberhinaus teilte das Veranstalter-Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Parteien mit, dass der Betrieb von "Pannenmeilern" wie Krümmel und Brunsbüttel sowie anderen Atomkraftwerken nicht länger zu verantworten sei. Neben den Protesten in Norddeutschland fanden auch andere Aktionen in ganz Deutschland statt. So umzingelten rund 20.000 Menschen das AKW Biblis. Zudem gab es Proteste vor dem Atommüll-Lager im nordrhein-westfälischen Ahaus - dort versammelten sich 5.000 Atomkraftgegner. Die Menschenkette wurde von SPD-Chef Sigmar Gabriel als Riesenerfolg bezeichnet.



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