Ausbau erneuerbarer Energien durch flexiblere Strompreise
Von: Deian I.Nach Ansicht der Bundesnetzagentur sollen flexible Strompreise den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Behördenchef Matthias Kurth forderte am Dienstag in Bonn, dass die Tarife von der Uhrzeit und dem Angebot beziehungsweise der Nachfrage von Strom abhängig sein müssen. Damit will er dem Problem von Sonnen- und Windenergie entgegenkommen: Wenn die Sonne scheint und der Wind stark bläst, ist logischerweise mehr Energie verfügbar als bei Wolken und Flaute. Dazu kommt die Tatsache, dass abends und nachts grundsätzlich weniger Energie verbraucht wird als tagsüber.
Laut Kurth ist ein struktureller Wandel und ein umfassendes Energiemanagement notwendig, die alle von der Stromproduktion bis zum Endverbraucher einbeziehen. Auch die intelligenten Stromzähler und intelligenten Netze, die erkennen, wann und wie viel Strom zur Verfügung steht und gerade benutzt wird, sollen stärker gefördert werden. Kurth sagte der "Rheinischen Post", dass Kunden, die ihren Stromverbrauch an der Verfügbarkeit von Ökostrom anpassen mit erheblichen Rabatten rechnen können. Darüberhinaus sollen die Haushalte zu Spitzenzeiten zu weit wie möglich auf Strom verzichten, damit die Stromanbieter nicht neue Kapazitäten zur Verfügung stellen müssen. So können beispielsweise Verbraucher belohnt werden, die ihre Waschmaschine abends staat tagsüber anschalten. Weiterhin erläuterte Kurth, dass ohne die entsprechenden Tarife das geplante Ziel des Bundesregierung bis 2020 alle Haushalte mit intelligenten Stromzählern auszurüsten scheitern werde. Darüberhinaus sind massive Investitionen in das Energienetz notwendig, um das Regierungsziel bis 2020 mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, umzusetzen. Deshalb setzt sich Kurth und seine Behörde für den Ausbau der Netze ein, da dies wiederum die Kosten für Kunden und den Ausbau senkt.
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