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6. July 2010, 15:07 Uhr Alter: 2 Jahre

Bau des französischen Vorzeigereaktors verzögert sich

Von: Deian I.

Der Vorzeigereaktor der französischen Atomindustrie, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) am Ärmelkanal, wird erst zwei Jahre später als geplant ans Netz gehen. Dies geht aus einem Zeitungsbericht hervor. Der französische Energiekonzern EDF ist bei einer Überprüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass der erste französische Atomreaktor der dritten Generation "eine Verspätung von 24 Monaten" haben werde.

Tageszeitung "Le Figaro" berichtete am Dienstag, dass der Atomreaktor noch zwei Jahre auf seine Vollendung warten müsse. Ein Internet Sprecher sagte, dass alle betroffenen Abteilungen innerhalb des Unternehmens wissen, dass dieses große Projekt viele technische Probleme hat. Der EPR in Flamanville an der französischen Nordküste sollte ursprünglich 2012 in Betrieb genommen werden.


Auch der weltweit erste EPR, der derzeit in Finnland vom französischen Atomkonzern Areva gebaut wird, verzögert sich deutlich. Er hätte bereits Mitte vergangenen Jahres fertig sein sollen. Der Bau verzögert sich scheinbar noch bis frühestens Ende 2012. Reva hatte den "European Pressurized Water Reactor" zusammen mit dem Münchener Siemens-Konzern entwickelt. Zwei weitere EPR werden von Areva in China gebaut. Die beiden Kraftwerke sollen 2013 bzw. 2014 in Betrieb gehen.



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