Biblis B kann abgeschaltet bleiben
Von: Deian I.Vergangenen Freitag wurde noch über die Absicht seitens RWE berichtet, den abgeschalteten Meiler Biblis B wieder anfahren zu wollen, um die Brennelemente ausbrennen zu lassen. Am Montag erklärte allerdings eine RWE-Sprecherin auf dapd-Anfrage, dass dies nun nicht mehr nötig sei.
Die Sicherheitsprobleme bei der Entsorgung neuer Brennstäbe sollen neusten Berichten zufolge nicht mehr entstehen, da alle Nasslager stets die Möglichkeit und Platz bieten müsse, um den Reaktorkern sicher entladen zu können. Zuvor berichtete die "Frankfurter Rundschau", dass die AKW-Betreiber alte Meiler aus Sicherheitsgründen wieder hochfahren wollten. Bundesumweltminister Norbert Röttgen lässt derzeit Prüfen, ob ein Wiederanfahren tatsächlich notwendig sei.
Berichten zufolge machten die Energiekonzerne Druck auf die Politik, um die teilweise noch frischen Brennstäbe abbrennen zu können. Deshalb behaupten die AKW-Betreiber, die neuen Brennstäbe seien zu heiß, um sie im Reaktor-Abklingbecken oder in Castor-Behältern einzulagern. Für ein sicheres Einlagern müssten die Kernkraftwerke noch mindestens ein halbes Jahr laufen, heißt es in dem Zeitungsbericht.
Das hessische Umweltministerium bestätigt die Mitteilung von RWE, dass der Zustand der Brennelemente keinen Weiterbetrieb der Kernkraftwerke erzwingt. Es ist also möglich, Brennelemente in Reaktorbecken, Nasslager zu lagern und eine Zwischlagerung in Castor-Behältern ist ebenfalls ohne Probleme möglich.
Laut der RWE-Sprecherin ist es allerdings nicht üblich, die noch nicht vollständig abgebrannten Brennstäbe in Castor-Behälter zu lagern. Ihrer Meinung nach müssten diese Lagerung noch einmal geprüft werden, für den Standort Biblis gebe es aus Sicht von RWE diesbezüglich keine Probleme.
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