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23. August 2011, 19:16 Uhr Alter: 268 Tage

Biblis B nicht als Kaltreserve geeignet

Von: Deian I.

Die beiden Parteien SPD und Grüne in Hessen wollen das Atomkraftwerk Biblis B, das derzeit abgeschaltet ist, nicht als sogenannte Kaltreserve halten, um es im Notfall im Winter zu nutzen. Neben Biblis werden 7 weitere Kraftwerke werden von der Bundesnetzagentur geprüft, ob sie den Ansprüchen als Kaltreserve gerecht werden.



SPD und Grüne sehen in Biblis B ein hohes Ausfallrisiko. Dies begründen die Grünen mit einer Liste des Bundesumweltministeriums, die meldepflichtige Ereignisse aller 17 deutschen Kraftwerke beinhaltet, die nach Stillstand wieder angefahren wurden. Derweilen appelliert die SPD an die Landesregierung, um die Verwendung von Biblis B als Kaltreserve zu verhindern.



Laut der Frankfurter Rundschau sollen 21 der insgesamt 86 Fälle auf Biblis B entfallen, alleine zehn davon traten Mitte 2009 ein. In einer Mitteilung sagte der Grüne-Fraktionsvorsitzende in Hessen, Tarek Al-Wazir, dass es absurd sei, ausgerechnet Biblis B als Kaltreserver zu nutzen.



Der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Schmitt, sagte in einer Mitteilung, dass Biblis der pannenanfälligste Reaktor Deutschlands sei und nicht als Kaltreserver genutzt werden kann. Generell sei es technisch fragwürdig, ein AKW als Kaltreserve zu nutzen. Die Lasten ließen sich nicht flexibel ausgleichen. Ein Gaskraftwerk wäre in diesem Fall sinnvoller.



Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich verwies in ihrer Stellungnahme auf einen Beschluss aller Ministerpräsidenten von Anfang Juni. Demnach sollten lediglich konventionelle Kraftwerke genutzt werden, falls eine Kaltreserve erforderlich sei.



Die Bundesnetzagentur wird bis Ende nächster Woche ihre Diagnose abschließen und anschließend bekannt geben, welches Kraftwerk bis zum Winter 2013 als Kaltreserver betriebsbereit bleiben soll.



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