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27. July 2010, 13:48 Uhr Alter: 2 Jahre

BP bohrt bald wieder im Mittelmeer

Von: Deian I.

Das britische Energieunternehmen BP plant bereits die nächste Tiefseebohrung im Mittelmeer, nun vor der Küste Libyens, obwohl bei der letzten Bohrung eine Ölpest im Golf von Mexiko entstanden ist. BP-Sprecher David Nicholas sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass die Bohrungen in wenigen Wochen beginnen werden.

Mit dieser Aussage bestätigt der BP-Sprecher einen Bericht der "Financial Times". Die Bohrung wird von Umweltschützern und Politikern stark kritisiert und als als politisch und ökologisch heikle Aktion angesehen. Spätestens in einem halben Jahr soll die Queller bereits erschlossen sein. In dem Feld sollen sich bis zu 850 Millionen Kubikmeter Erdgas und große Mengen Erdöl befinden. Sicherheitsbedenken wies der britische Konzern zurück, da es bereits detaillierte Störfallpläne gäbe.

Die Bohrung wird in der Mittelmeerbucht Große Syrte, etwa 200 Kilometer westlich der Hafenstadt Bengasi, in rund 1750 Metern Tiefe erfolgen. Damit wird etwa 250 Meter Tiefer als bei der Tiefseebohrung im Golf von Mexiko gebohrt. Am 20. April löste die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" in dem Randmeer, bei der elf Menschen starben, die andauernde Ölpest aus.

Laut BP-Sprecher Nicholas bietet Libyen hohe Sicherheitsstandards. BP hat weltweit viele viele Bohrungen durchgeführt und an dem neuen Standort zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, darunter eine vollständige Kontrolle der Ölbohrplattform vom Typ "Noble". Darüberhinaus soll die Quelle in einer Gesteinsformation mit geringer Durchlässigkeit eingeschlossen sein.


Bereits vor drei Jahren hat sich BP die Rechte für die Erschließung der Ölquelle für 900 Millionen Dollar (692 Mio. Euro) von Libyen gekauft. BP-Chef Tony Hayward bezeichnete den damaligen Deal als bis dahin größte Einzelinvestition.



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