Brandenburg besitzt den größten Solarkomplex der Welt
Von: Deian I.Im südlichen Brandenburg, genauer gesagt in der Nähe von Senftenberg, entsteht gerade der größte Solar-Komplex der Welt. Die Photovoltaik-Module werden von den Unternehmen Canadian Solar und seinen Partnern GP JOULE und saferay geliefert. Die Gesamtleistung des Solar-Komplexes liegt laut dem "Solar Server" bei 166 Megawatt, die drei Unternehmen tragen mit 148 Megawatt den Löwenanteil bei.
Am 24. September dieses Jahres wurde der zur saferay GmbH gehörende Teil des Solarkraftwerks Senftenberg II/III von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck eröffnet. Der Teilabschnitt des Berliner Unternehmens liefert 78 Megawatt zur Gesamtleistung der Anlage. Bereits seit August produziert das Kraftwerk umweltfreundlichen Strom für etwa 500.000 Haushalte.
In seiner Eröffnungsrede erklärte Platzeck, dass solare Großkraftwerke wie die Anlagen in Senftenberg und Schipkau eine wichtige Rolle für die Deckung des deutschen Energiebedarfs spielen und gleichzeitig die angestrebte Energiewende beschleunigen. Brandenburg ist beim Ausbau und der Förderung der erneuerbaren Energien das führende Bundesland. Dies wird von der zweimaligen Auszeichnung als "Bestes Bundesland bei erneuerbaren Energien" belegt. Das Solarkraftwerk ist laut dem Ministerpräsidenten von Brandenburg ein Beispiel für die Wichtigkeit Deutschlands für Projekte derartiger Ausmaße. Diese Ansicht wird auch von Senftenbergs Bürgermeister geteilt. Laut seiner Aussage ist die Region aufgrund zahlreicher ehemaliger Tagebauflächen, der hohen Sonneneinstrahlung und der ausgebauten Energienetze der ideale Standort für große Photovoltaik-Anlagen.
Der Vorstands-Chef von Canadian Solar Dr. Shawn Qu betont einen weiteren Punkt, der wichtig für viele Kommunen ist. Seinen Angaben zufolge profitieren Gemeinden und Städte nicht nur von der Entlastung der Umwelt, sondern sie erhalten beim Eigenbetrieb der Anlage selbst die Vergütung. Auch die lokale Wirtschaft wird durch solche Projekte angetrieben, da die meisten Bau- und Betriebsführungsaufträge an lokale Unternehmen gehen. Innerhalb von drei Monaten wurde die Anlage Senftenberg II/III, bestehend aus 330 kristallinen Solarmodulen, auf einer 200 Hektar großen Fläche des ehemaligen Tagebaus Meuro gebaut.
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