Bund fördert weiterhin Solarbranche
Von: Deian I.Trotz des Streits bezüglich der Förderung von Solarstrom hat die Bundesregierung der Branche rund 100 Millionen Euro zugesagt. Laut Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sollen die Beihilfen hauptsächlich in die Forschung fließen. Damit sollen die ostdeutschen Bundesländer beruhigt werden, die gegen die geplanten Kürzungen der Vergütung bei der Einspeisung von Solarstrom ins Netz bereits gewarnt hatten. Die Branche in Ostdeutschland hat ihren Schwerpunkt erreicht und steht vor einem Zusammenbruch.
Schavan nannte die Strategie "Zurückhaltender bei der Subventionierung, offensiver bei der Forschung". Es sei nun wichtig die Forschung zu verstärken, um die Marktführung zu behalten. In den kommenden drei bis vier Jahren sollen die 100 Millionen fließen. Das Geld sei unter anderem für die Entwicklung der Lasertechnik in der Produktion, Nachwuchsförderung sowie den Aufbau von Forschungsinstituten in den ostdeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt vorgesehen. Auch wenn die Länderkammer die Kürzung der Solarstrom-Fördersätze nicht kippen kann, kann sie die Pläne verzögern. Ab Juli will die schwarz-gelbe Koalition die Kürzungen greifen lassen. Bereits gebilligte Eckpunkte sehen vor, dass die Förderung neuer Dachanlagen um 16 Prozent und für Solarparks auf den meisten Freiflächen um 15 Prozent gekürzt werden. In Deutschland sind jedoch 80 Prozent der Solaranlagen auf Dächern installiert. Die Förderung für den Eigenverbrauch in Häusern wird im Gegensatz zu den Kürzungen ausgebaut. In den nächsten Wochen werden weitere Entscheidungen fallen. Verschiedene Seiten des Bundestags drängen darauf, die Kürzungen bei Freiflächenanlagen erst ab Oktober statt Juli greifen zu lassen.
Ähnliche Nachrichten: