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16. December 2011, 19:38 Uhr Alter: 153 Tage

Bundesnetzagentur gibt Netzumlage bekannt

Von: Deian I.

Lange Zeit wurde die Netzentgelt-Umlage kritisiert, die Bundesnetzagentur hat nun die Festlegung dennoch veröffentlicht. Demnach müssen private und gewerbliche Stromkunden, die weniger als 1000.000 kWh pro Jahr verbrauchen, ab dem 1. Januar 2012 eine zusätzliche Umlage von 0,151 Cent pro kWh zahlen. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh entsteht somit eine Preissteigerung von fast 1 Prozent, was zu Mehrkosten von 7 EUR pro Jahr führt.



In der Energiewirtschaft stieß die Einführung der Umlage auf heftige Kritik. Wie die Vorsitzende des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, erklärte, hat die neue Regelung hohe Auswirkungen auf fast alle Netzgebiete. Darüber hinaus wurde die Regelung so spät angekündigt, dass eine Neuberechnung der Netzentgelte nicht mehr möglich ist. Ihrer Meinung nach ist das "ganze Verfahren für Kunden und Energieunternehmen unzumutbar".



Im Juli 2011 wurde vom Gesetzgeber festgelegt, dass Großverbraucher, die mehr als 100.000 kWh pro Jahr verbrauchen, von den Netzentgelten befreit werden können. Bisher fielen diese Entgelte auf die Verbraucher im jeweiligen Netzgebiet, nun werden sie allerdings bundesweit umgelegt. Insgesamt sollen sich die Kosten für die Befreiung auf 1,1 Milliarden EUR belaufen. Dies hätte einer Umlagehöhe von 0,467 Cent pro kWh im kommenden Jahr und 0,161 Cent pro kWh für 2011 entsprochen.



Wie die Bundesnetzagentur jedoch nun verkündete, ist das neue System erst ab 2012 gültig und nicht mehr rückwirkend für 2011, wie bisher geplant war. Einer Schätzung der Bundesnetzagentur zufolge beträgt das Volumen der Vergünstigungen für stromintensive Betriebe etwa 440 Millionen EUR.



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