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7. September 2011, 20:08 Uhr Alter: 253 Tage

Bundesrepublik benötigt flexible Gaskraftwerke

Von: Deian I.

Um die Sicherstellung der Stromversorgung zu gewährleisten, benötigt Deutschland spätestens ab dem Jahr 2022 neue Gaskraftwerke. Dies geht aus einer umfassenden Studie des bne hervor, der die Entwicklung des Energiemarktes durch den Atomausstieg beobachtet.In dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Gutachten geht hervor, dass bis 2022 etwa 10 Gigawatt Leistung fehlen wird. Der Bericht wurde im Auftrag des Bundesverbands Neuer Energieanbieter (bne) erstellt.Nach Angaben des Geschäftsführers des bne Robert Busch entspricht die 10 Gigawatt Leistung etwa der installierten Leistung in ganz Dänemark. Unter derzeitigen Bedingungen würde sich der Bau der Gaskraftwerke nicht lohnen, da sie nur dann genutzt werden, wenn wenig Wind weht und Sonne scheint. Für den Bau der Kraftwerke seien zusätzlich staatliche Subventionen notwendig.


Die Subventionierung könnte auf die Netzentgelte aufgeschlagen werden, die wiederum von den Verbrauchern über ihre Stromrechnung gezahlt werden müsste. Ein unabhängiger "Kapazitätskoordinator" soll das Modell kontrollieren, damit es nicht zum Neubau von Kohlekraftwerken kommt. Sollte Anlagen fehlen, könnte der Koordinator Kapazitäten mithilfe einer Auktion ausschreiben. Damit lediglich die Produktion von Ökoenergie gefördert wird, könnten besonders Kapazitäten für Gaskraftwerke versteigert werden.



Laut dem Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), Björn Klusmann, sei dieses Modell kein Allheilmittel, da es nichts bringe, nur Kilowattstunden zu verkaufen. Seiner Meinung nach sollten Ökoenergie-Kombikraftwerke gebaut werden, anstatt Gaskraftwerke zu subventionieren.



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