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24. March 2010, 10:17 Uhr Alter: 2 Jahre

Chef der Bundesnetzagentur rät zum Wechsel des Energieanbieters

Von: Deian I.

Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth fordert die Verbraucher auf, von ihrer Freiheit zu profitieren und den Strom- und Gasanbieter zu wechseln, wenn die Konkurrenz bessere Preise bietet.

 

Bei einer Vorstellung des Jahresberichts in Bonn sagte Kurth, dass die Zahl der Wechsler noch steigerungsfähig sei. Die Kunden haben mit einem Stromanbieterwechsel den Preis in der Hand und können Druck ausüben. Mittlerweile können die Verbraucher zwischen vielen Anbietern wählen. Ein Anbieterwechsel kann erhebliche Kosteneinsparungen herbeiführen. Kurth betont außerdem, dass Verbraucher keine Angst vor einem Wechsel haben müssen, da es beim Wechsel zu einem anderen Strom- oder Gasanbieter zu keiner Unterbrechung der Versorgung kommt.

 

Die Bundesnetzagentur hat den vier großen Betreibern eine engere Kooperation verordnet, um die Kosten für den Betrieb der Stromübertragungsnetze zu senken. In Deutschland gibt es zur Zeit vier weitgehend unabhängig voneinander betriebene Regelzonen. Die Netzbetreiber gleichen die Leistungsungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch selbst aus. In letzter Zeit kam es dabei jedoch zu gegenläufigen Bewegungen. Mit dem ab dem 31. Mai angeordneten Netzregelverbund will die Bundesnetzagentur das "Gegeneinanderregeln" verhindern. Darüberhinaus werden Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe erwartet.

 

Kurth sieht eine Ausdehnung der Regelzone außerhalb des Bundesrepublik vor. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Niederlande und Belgien. Unternehmen der beiden Länder haben zuletzt die Übertragungsstromnetze der Versorger Vattenfall und E.ON gekauft. Außerdem sichert Kurth den Netzbetreibern eine "angemessene" Rendite für die Erneuerung ihrer Netze zu. Dies soll die Grundlage für den Ausbau erneuerbarer Energien schaffen.

 

Auch im Gasgeschäft soll stärker eingegriffen werden, immerhin sind die Preise an den Spotmärkten rapide gesunken, jedoch haben die privaten Verbraucher davon nichts mitbekommen. Bei den Industriekunden sieht es interessanterweise anders aus.

 

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