China investiert mehr in saubere Energien als USA
Von: Deian I.Einer Studie zufolge hat die Bundesrepublik China im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr in saubere Energien investiert als die USA. Die Autoren der Studie werfen der US-Energiepolitik vor, ihr fehle es an Planungssicherheit. Deutschland steht laut der Studie mit seinen Investitionen auf Platz sechs.
Das unabhängige Pew-Forschungszentrum legte am Donnerstag ihre Studie in Washington vor. In dieser Studie heißt es, dass Peking 34,6 Milliarden Dollar, umgerechnet 25,8 Milliarden Euro, in saubere Energie investierte, die Vereinigten Staaten hingegen nur 18,6 Milliarden Dollar. China hat mittlerweile die USA als Nummer Eins CO2-Produzent abgelöst. In der Pew-Studie heißt es weiter, dass Peking sich dazu entschieden hat in erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenkraft zu investieren und sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat. Phyllis Cuttino von Pew lobt Chinas Entwicklung zum weltweiten "Kraftwerk für saubere Energien". Noch vor fünf Jahren habe die Volksrepublik gerade einmal 2,5 Milliarden Dollar für grüne Energien ausgegeben.
Laut der Studie investierten im vergangenen Jahr auch Großbritannien, Spanien, Brasilien und Deutschland in erneuerbare Energien, die Nutzung von Biosprit und klimaschonende Technologien. Dabei steht Großbritannien mit 11,2 Milliarden Dollar auf Platz drei weltweit, gefolgt von Spanien mit 10,4 Milliarden Dollar und dem größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt für Investitionen in grüne Energien. Deutschland schafft es in der Liste auf Platz sechs mit Ausgaben in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar hinter Brasilien mit Investitionen in Höhe von 7,4 Milliarden Dollar.
Die Autoren der Pew-Studie machen die Wirtschaftskrise und die Politik für den Rückgang der Investitionen für grüne Energien in den USA verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Investitionen 2009 um 42 Prozent zurück. Die von Barack Obama vorgelegte Gesetzgebung zum Klimaschutz hängt im Senat fest. Laut dem Vertreter einer Solarfirma fehle es der USA seit Jahrzehnten an durchdachte und konsistente Energiepolitik. Auch Japan und Australien müssen sich laut der Studie zum Klimaschutz bekennen und bindende Vorgaben machen. Deutschland zum Beispiel will den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2020 auf mindestens 30 Prozent erhöhen.
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