Deutschland exportiert in 1. Jahreshälfte weiterhin kräftig Strom
Von: Deian I.Trotz des Atom-Moratoriums war im ersten Halbjahr dieses Jahres der Export von Strom höher als der Import. Dennoch konnte der Export im Vergleich zum selben Zeitraum zum Vorjahr verringert werden.
In den ersten 6 Monaten dieses Jahres wurden laut dem Statistischen Bundesamt 23,9 Terawatt-Stunden Strom über europäische Stromnetze in Deutschland eingeführt, während im selben Zeitraum nur 27,9 TWh exportiert wurden (1 Terawatt-Stunde = 1 Milliarde Kilowattstunden). Die Exporte übersteigen die Importe um fast 17 Prozent.
Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist der Exportüberschuss deutlich gesunken. Während sich der Import im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 um 4,8 TWh angestiegen ist, was einem Plus von 25 Prozent entspricht, ging der Export um rund 2 TWh zurück, ein Minus von rund 7 Prozent.
Hauptsächlich am Rückgang sollte das Atom-Moratorium beigetragen haben, das die Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März dieses Jahres aussprach. Insgesamt 8 Atomkraftwerke wurden vorübergehend stillgelegt und ausführlichen Tests bezüglich ihrer Sicherheit unterzogen. Am 30. Juni wurde letztendlich das dauerhafte Aus und gleichzeitig der frühere Atomausstieg beschlossen.
Der deutsche Strom wanderte hauptsächlich in die benachbarten Länder, dazu gehören Frankreich mit 10,4 TWh sowie die Tschechische Republik mit einer Einspeisung in Höhe von 5,6 TWh. Die Alpennachbarn Österreich mit 7,8 TWh und die Schweiz mit 7,6 TWh waren die wichtigsten Abnehmer für Strom aus der Bundesrepublik.
Ähnliche Nachrichten: