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21. April 2010, 15:16 Uhr Alter: 2 Jahre

Drittgrößtes Wasserkraftwerk wird im Amazonas gebaut

Von: Deian I.

Brasiliens Regierung hat den Bau des drittgrößten Wasserkraftwerkes trotz Proteste und langen juristischen Gefechten zu Ende gebracht. Am Dienstag wurde die Konzession für das Milliarden-Projekt im Amazonas-Gebiet an das Konsortium "Norte Energia" vergeben. Bis zum Schluss wurde die Entscheidung durch mehrere Einstweilige Verfügungen verzögert.

 

Das Kraftwerk Belo Monte soll am Xingu-Fluss im Bundesstaat Pará für umgerechnet rund 8,5 Milliarden Euro entstehen und 2015 in der ersten Phase ans Netz gehen. Mit einer Leistung von über 11.000 Megawatt wäre es das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt. Lediglich der Drei-Schluchten-Staudamm in China und das binationale Itaipú-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay sind größer. Mehr als 500 Quadratkilometer Fläche sollen für das Staubecken geflutet werden. Darüberhinaus müssen circa 20.000 Menschen umgesiedelt werden.

 

Laut der Regierung ist das Wasserkraftwerk notwendig, um die Energieversorgung zu sichern. Die am und vom Xingu-Fluss lebenden Indios, die katholische Kirche, Menschenrechtler und Umweltschützer protestieren jedoch gegen das Projekt. Laut Umweltschützern können unkalkulierbare Auswirkungen auf die Umwelt eintreten und die Lebensgrundlagen der Indios könnten massiv bedroht werden. Auch Avatar-Regisseur James Cameron hatte vorige Woche an den Protesten teilgenommen.



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