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24. January 2011, 19:30 Uhr Alter: 1 Jahre

EDF weiterhin an deutschem Energiemarkt interessiert

Von: Deian I.

Das französische Energieunternehmen Electricité de France (EDF) will nach dem Ausstieg bei der Energie Baden-Württemberg (EnBW) weiterhin in den deutschen Markt investieren. Der Vorstand Pierre Lederer kündigte im Gespräch mit dem "Handelsblatt" an, dass Deutschland der größte Energiemarkt in Europa sei. Hier müsse das Unternehmen präsent sein und es werde dort bald wieder eine Rolle spielen.

 

EDF will laut Lederer Großkunden beliefern und sich an Kraftwerken oder Projekten für erneuerbare Energien beteiligen. Gleichzeitig wird das Unternehmen aber auch versuchen, Teile von Unternehmen zu kaufen. Dabei wird das Unternehmen allerdings vorsichtig sein, denn der deutsche Energiemarkt sei im Umbruch. Nach dem Verkauf des EnBW-Anteils an das Land Baden-Württemberg ist der französische Branchenriese in Deutschland nur noch im Großhandel und mit einer Beteiligung an einem Gasspeicher vertreten.

 

Im Dezember gab Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus überraschend bekannt, dass das Land Baden-Württemberg 45 Prozent der Anteile des Energieversorgers EnBW zum Preis von 4,7 Milliarden EUR zurückkaufen wolle. Die CDU und FDP Mehrheit stimmte dem Rückkauf im Landtag zu, der nicht über den geplanten Deal vorab informiert war. Derzeit will die Opposition gegen den Deal klagen.



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