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7. December 2010, 17:39 Uhr Alter: 1 Jahre

EDF will seine Beteiligung an EnBW verkaufen

Von: Deian I.

Der staatliche Versorger Electricite de France SA (EDF) will seinen Anteil von 45 Prozent am drittgrößten deutschen Versorger EnBW an das Land Baden-Württemberg verkaufen, teilte die Staatskanzlei mit. Am Montagvormittag haben das Kabinett der Landesregierung in Stuttgart sowie der Verwaltungsrat der EDF in Paris getagt, um die Transaktion zu besiegeln.

Internen Angaben zufolge werden rund 4,67 Milliarden EUR für die Anteile fällig. Pro Aktie muss das Bundesland 41,50 EUR zahlen. Dies ist deutlich mehr als die rund 36 EUR, für die EnBW-Aktien vor kurzem noch an der Börse gehandelt wurden. Bei insgesamt 250 Millionen Anteilsscheinen wird der Karlsruher Konzern mit insgesamt rund 10 Milliarden EUR bewertet.

Ein großer Teil der Aktien soll mittelfristig an die Börse gebracht werden. Ziel sei es, aus EnBW einen DAX-Konzern zu machen. Dabei will man nicht in das operative Geschäft der EnBW eingreifen.

Das Land bietet den anderen EnBW-Anteilseignern an, ihre Aktien ebenfalls für 41,50 EUR zu übernehmen. Bisher war neben EDF die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) mit 45,01 Prozent größter EnBW-Eigner. Ein Großteil der restlichen Anteile soll sich ebenfalls in kommunalen Besitz befinden.

Der Haushalt des Landes soll nicht durch den Ankauf belastet werden. Der Ankauf soll mit einer "Baden-Württemberg-Anleihe" finanziert werden. Dafür wurde speziell eine Gesellschaft mit dem Namen Neckarpri GmbH gegründet. Die Zinskosten dieser Anleihe werden aller Voraussicht nach unter den Dividendenzahlungen der EnBW liegen.



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