EEG-Umlage steigt nur leicht im Jahr 2012
Von: Deian I.Seit mehreren Tagen wurde bereits um eine erneute Steigerung der EEG-Umlage diskutiert, nun steht der neue Wert fest. Im kommenden Jahr wird die Abgabe um "nur" 0,062 Cent pro Kilowattstunde steigen. Diese Entscheidung wurde am Freitag von den Übertragungsnetzbetreibern mitgeteilt.
Presseberichte prognostizierten die moderate Erhöhung bereits wenige Tage im Voraus. Die minimale Steigerung blieb hinter den Befürchtungen zahlreicher Unternehmen und Versorgern zurück. Vor genau einem Jahr wurde die EEG-Umlage um 1,5 Cent erhöht, was etwa 70 Prozent entspricht. Dies führte zu Strompreiserhöhungen durch fast alle Stromanbieter.
Theoretisch gesehen muss die EEG-Umlage nicht an die Stromkunden weitergegeben werden, jedoch will sie natürlich kein Energieversorger alleine tragen. Verbraucherschützer wiesen im vergangenen jahr darauf hin, dass zahlreiche Stromversorger die Umlage an ihre Kunden weitergeben, jedoch nicht die Preisvorteile, die sice durch gesunkene Großhandelspreise erhalten haben.
Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel, denn es gab einige wenige Versorger, die ihre Strompreise genau aus dem oben genannten Grund stabil gehalten bzw. sogar gesenkt haben. Sollte die Anhebung von 0,062 Cent je kWh tatsächlich an die Kunden weitergegeben werden, wird es für einen Durchschnittshaushalt zu einer Mehrbelastung von 2,17 EUR im Jahr kommen, die natürlich kaum spürbar ist.
Ob die EEG-Umlage die Strompreise erneut steigen lassen wird, ist aktuell schwer zu sagen. Die großen Stromanbieter haben vermehrt klar gemacht, dass der Atomausstieg für sie sehr teuer wird.
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