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13. October 2011, 20:27 Uhr Alter: 217 Tage

EEG-Umlage wird um 0,059 Cent erhöht

Von: Deian I.

Seit Tagen wurde über die Erhöhung der EEG-Umlage diskutiert, nun ist die Entscheidung gefallen. Die Ökostrom-Umlage wird wurde wie prognostiziert erhöht, jedoch weniger, als vorausgesagt.



Die deutschen Verbraucher müssen auch im kommenden Jahr mehr für ihren Strom zahlen. Die Ökostrom-Umlage steigt allerdings nur um 0,059 Cent. Insgesamt beträgt die Umlage nun 3,589 Cent von ehemals 3,53 Cent je Kilowattstunde. Dies gab die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag bekannt.


Die Nachrichtenagentur hat ihre Informationen eigenen Angaben zufolge von Branchenkreisen erhalten. Am kommenden Freitag werden die Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage für das Jahr 2012 bekannt geben. Sollte der Anstieg von 0,059 Cent pro kWh eintreffen, müsste ein deutscher Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr etwa 3 EUR mehr pro Jahr zahlen.



Experten bezeichnen die Steuer für das kommende Jahr als "politische Umlage". Eine deutliche Steigerung hätte der Energiewende Probleme bereitet, sodass eine starke Erhöhung auf das Jahr 2013 verschoben wird, wenn ohnehin Hunderte energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage entlastet werden und die Kosten von weniger Unternehmen getragen wird.



Derzeit erhalten die Betreiber von Solaranlagen, Windparks und Biogasanlagen Vergütungen, deren Wert deutlich über dem Marktpreis liegt. Die Differenz zum Strompreis zahlen die Stromverbraucher über die EEG-Umlage, die von der Rot-Grünen-Regierung als Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt wurde, um den Ausbau der Ökoenergie voranzutreiben.



Seit der Einführung der EEG-Umlage im Jahr 2000 wurden insgesamt 65 Milliarden EUR von den deutschen Verbrauchern für Ökoenergie investiert. Allein im vergangenen Jahr lag die Vergütungssumme bei 12,1 Milliarden. Die 4 Übertragungsnetzbetreiber verwalten das Umlagekonto, die jeden Oktober die Umlage für das kommende Jahr veröffentlichen. Die Umlage wird mithilfe von Daten bezüglich der installierten Leistung und erwarteten Stromproduktion berechnet. Damit der Kontostand nicht ins Minus gerät, soll ein Geldpuffer eingebaut werden, der die Umlagekosten weiter in die Höhe treiben könnte.



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