EGL baut Türkei-Geschäft aus
Von: Deian I.Das Energiehandelsunternehmen EGL baut seine Zusammenarbeit mit dem Demirören-Konglomerat aus, um am Wachstum des türkischen Energiemarktes teilzunehmen. Gleichzeitig kommt das Unternehmen seinem Plan näher, durch die Transadria-Pipeline Gas nach Europa zu importieren.
Das zum Stromkonzern Axpo gehörende Unternehmen gab am Ostermontag bekannt, 2 Gemeinschaftsunternehmen mit der Demirören Sirketler Grubu (Demirören Gruppe) zu gründen. Im Bericht der EGL hieß es, das Ziel des Joint Ventures sei eine stärkere Präsenz auf dem türkischen Strom- und Erdgasmarkt.
Durch die Gashandelslizenz der Demirören-Tochter Milangaz LNG Wholesale in der Türkei profitiert die EGL. Zusätzlich bringt die türkische Ländergesellschaft der EGL eine Stromhandelslizenz ein. Die Gemeinschaftsunternehmen wurden über einen Aktientausch gebildet und werden in Zukunft den Namen Demirören EGL Enerji respektiv Demirören EGL Gaz tragen.
Bereits seit November 2008 ist die ehemalige Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg in der Türkei präsent und operativ tätig. Laut Mediensprecher Richard Rogers beschäftigt EGL Turkey bisher 3 Mitarbeiter, wollte aber keine Zahlen zum Türkei-Geschäft der EGL nennen.
Der Schweizer Strom- und Gashändler profitiert von der Attraktivität des Demirören-Konzerns, einem riesigen Familienkonzern, der sowohl im Flüssiggas- und im Erdölhandel , aber auch im Baugewerbe und in der Metallindustrie tätig ist. Desweiteren ist der Konzern ein Zulieferer der Automobilindustrie und Immobilienentwickler.
Die Türkei ist weiterhin ein attraktives Ziel für eine Expansion. In den letzten 10 Jahren hat die Energienachfrage um 5 Prozent zugenommen. Bis 2020 wird eine Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2010 erwartet.
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