Einführung der Atomsteuer macht Vattenfall-Chef Sorgen
Von: Deian I.Der Chef des Energiekonzern Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, ist wegen der geplanten Einführung der Atomsteuer besorgt. Hattakka sagte am Mittwochabend bei einer Tagung des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin, dass er auf höchstem Niveau verwirrt sei.
Dem Vattenfall-Chef sei unklar, ob die Steuer bei einer Verlängerung von AKW-Laufzeiten angewendet wird oder nicht. Damit signalisiert Hatakka, dass es Widersprüche aus der Politik gebe. Bisher weiß niemand genau worauf sich die Steuer bezieht und das müsse so schnell wie möglich geklärt werden.
Der Vattenfall-Chef sprach sich gegen die Brennelemente-Steuer aus und sieht dies als eine Gefährdung für die Planungs- und Investitionssicherheit in einem hochindustriellen Land wie Deutschland.
Durch die neue Steuer erwartet die schwarz-gelbe Bundesregierung Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Steuer laut Angaben seines Ministeriums ohnehin einführen, egal ob die Atomkraftwerks-Laufzeiten verlängert werden oder nicht. Erst vor kurzem hatte die Union versichert, dass bei einer Verlängerung der Laufzeiten neben der neuen Brennelemente-Steuer weitere Belastungen der Stromkonzerne anstehen könnten.
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