Elektroauto aus dem Hause Chevrolet
Von: Deian I.Der Kompaktwagen Volt soll Ende 2010 in den USA und 2011 auch in Deutschland erhältlich sein. General Motors rührt seit der Detroit Motor Show 2007 die Werbetrommel und behauptet, dass es nach 100 Jahren Zeit für eine Revolution des Straßenverkehrs sei. Das Elektroauto mit eingebautem Reservekanister ist 4,40 Meter lang, bietet Platz für vier Personen und soll zeigen, dass auch alternative Autos im Alltag geeignet sind.
Seit vier Jahren wird an dem Konzept entwickelt. Mittlerweile sind alle Details bekannt und Ende des Jahres soll das Elektroauto auch verkauft werden. Das zwei Tonnen schwere Fahrzeug setzt sich wie alle Elektroautos lautlos in Bewegung. Da das Hupen nicht mehr ganz zeitgemäß ist und in manchen Städten oder Stadtteilen sogar verboten ist, haben die Ingenieure Lautsprecher unter der Motorhaube angebracht, die ein Warngeräusch abgeben. Das Auto verfügt über 150 PS und ein maximales Drehmoment von 370 Nm. Erst mit einem Knopfdruck auf der Mittelkonsole wird die volle Leistung freigeschaltet, die ist bei dem zwei Tonnen Auto auch notwendig. Die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 ist sehr flott, bei 160 ist jedoch Schluss. Grafiken hinter dem Lenkrad und auf der Mittelkonsole zeigen an, wie lange die Lithium-Ionen-Akkus noch durchhalten. Ein Eco-Trainer zeigt den perfekten Verbrauch an. Dabei fliegt ein grüner Ball durch eine Art Reagenzglas,bleibt dieser immer in der Mitte schafft man laut Hersteller bis zu 65 Kilometer. Für den durchschnittlicher Autofahrer sollte diese Distanz bis zur Arbeit ausreichend sein. Auch wenn dies nicht ausreicht, besteht noch lange kein Grund zur Sorge. Das hauseigene Kraftwerk, ein kleiner Benzinmotor, springt an und produziert Strom für mehr als 400 Kilometer. Beim Aussehen hätten sich die Designer austoben können, dies ist jedoch nicht der Fall. Der Volt soll anders als seine Konkurrenten aussehen, jedoch nicht die Kunden verschrecken. Der Innenraum ist gemütlich und man sitzt sehr bequem auf den vier Sitzen. Der Monitor bietet viele verspielte Elemente und Farben. Ansonsten ist der Innenraum recht aufgeräumt.
Für den Volt hat General Motors Milliarden in Batterien- und demnächst auch Elektromotoren-Fabriken investiert. Der Preis wird jedoch eine entscheidende Rolle beim Verkauf liegen, der Volt soll laut Gerüchten immerhin stolze 40.000 Dollar kosten. Die Konkurrenten Honda Civic, Toyota Corolla oder Ford Focus kosten weit unter 20.000 Dollar. Dennoch ist der Volt das wohl sparsamste Auto, das demnächst erhältlich sein wird und bei einem Meilenpreis von zwei Cent, kann man sich wirklich nicht über die Transportkosten beschweren. In Deutschland kommt übrigens Zeitgleich der Konkurrent aus dem eignen Hause auf den Markt: Der Opel Ampera.
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