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14. September 2011, 19:19 Uhr Alter: 246 Tage

EnBW erwartet Finanzsprite vom Land für Umbau

Von: Deian I.

Eigenen Angaben zufolge soll der Umbau des Energiekonzerns EnBW von dem bisherigen Atomkurs zu einem Öko-Unternehmen mehr als 1,5 Milliarden EUR kosten. Diese Summe soll nicht nur von den Mitarbeitern des Karlsruher Konzerns aufgebracht werden, sondern auch von den beiden Großaktionären OEW und dem Land Baden-Württemberg.



Teil des großen Umbaus wird darüber hinaus der Verkauf von Beteiligungen im Ausland. Die Haltung der neuen grün-roten Landesregierung wird laut Unternehmenskreisen über die Zukunft des Konzerns entscheiden. Diese wurden sich noch nicht einig, ob sie dem Energieversorger beim europaweiten Ausbau, wie es der Chef des Konzerns Hans-Peter Villis anstrebt, helfen will, oder ob die EnBW zu einem größeren Stadtwerk zusammenschrumpfen soll.



Grund für den massiven Umbau ist die neue Brennelementesteuer sowie die Abschaltung von 2 der insgesamt 4 Atomkraftwerke des Energieunternehmens. Nach Angaben eines Insiders ist sich der Konzern im Klaren, dass er "finanziell gehemmt" sei. Aus diesem Grund sollen die Großaktionäre finanzielle Unterstützung bieten. Damit das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen kann, werden etwa 800 Millionen EUR notwendig sein.



Das Land Baden-Württemberg und die OEW halten jeweils 46,5 Prozent der Anteile an dem Energieversorger EnBW. Dank der großen Rücklagen könnte die EnBW eine Kapitalspritze von der OEW in Form von stillen Beteiligungen erhalten. Das Land Baden-Württemberg könnte sich finanziell beteiligen, indem es auf die Ausschüttungen verzichtet. Der Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid lehnte vor kurzem eine Kapitalerhöhung ab.



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