stromklar-logo.jpg, 47kB
21. October 2011, 18:37 Uhr Alter: 209 Tage

EnBW-Finanzspritze steht auf der Kippe

Von: Deian I.

Das angeschlagene Energieunternehmen EnBW erwartet eine Unterstützung von dem Bundesland Baden-Württemberg. Die Finanzspritze ist laut Finanzminister Nils Schmid allerdings noch keine beschlossene Sache. Seinen Angaben zufolge soll genau geprüft werden, ob der Energiekonzern das Geld wirklich braucht. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte Schmid, dass der Vorstand zunächst eine Strategie präsentieren solle, bevor über eine Finanzspritze geredet werden könne.



Hans-Peter Villis, der Chef des Energieversorgers EnBW, sagte vor Kurzem, dass ein Kapitalbedarf in Höhe von 800 Millionen EUR nötig seien. Durch die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende sowie 2 abgeschaltete Atomkraftwerke schreibt der Konzern derzeit rote Zahlen. Obwohl der zweite Großaktionär, der Kommunalverband OEW, den Finanzspritze unterstützen will, scheint sich die grün-rote Landesregierung nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke wollen eigenen Angaben zufolge die EnBW mit 400 Millionen EUR unterstützten.



Der Finanzminister Nils Schmid ist Mitglied im Aufsichtsrat des EnBW. Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Schmid, dass sich das Land nicht von Ratingagenturen drängen lasse. Die Ratingagenturen erwarten eine Entscheidung bis November, ansonsten wollen sie die EnBW abstufen. Für den drittgrößten Energieversorger Deutschlands würden dadurch die Kredite teurer werden.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps