stromklar-logo.jpg, 47kB
31. October 2011, 23:07 Uhr Alter: 198 Tage

EnBW hat weiterhin finanzielle Probleme

Von: Deian I.

Um sich einen besseren Zugang zum deutschen Gasmarkt zu schaffen, stieg der Energiekonzern EnBW beim Oldenburger Energieunternehmen EWE ein. Nun stellt sich heraus, dass der Einkauf finanzielle Risiken mit sich bringt.



Durch den Besitz in Höhe von 48 Prozent der Anteile am Gasunternehmen VNG seitens EWE, eröffnet sich für EnBW weitere finanzielle Risiken. Durch den Einstieg beim EWE wurde vertraglich auch der Erwerb der VNG-Anteile durch die EnBW gesichert. Am Montag sagte ein EnBW-Sprecher der Nachrichtenagentur dapd, dass es sich nach Ansicht des Energieversorgers dabei um eine Option und nicht eine Verpflichtung handle. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtete noch am selben Tag, dass der EWE-Konzern der Ansicht sei, dass der Karlsruher Konzern zum Erwerb verpflichtet sei. Beide Unternehmen verhandeln derzeit, um die Lage zu klären.



EnBW musste vor Kurzem in einer Anleihe auf die Situation hinweisen. Durch die nicht geplante finanzielle Belastung könnte das Rating des Konzerns gefährdet sein. Gleichzeitig steht für die Karlsruher die Attraktivität der VNG infrage, denn Medienberichten zufolge könnte der Konzern in diesem Jahr durch den Preisdruck bei Gas in die roten Zahlen rutschen.



Weiterhin problematisch ist der Kauf der EWE-Anteile im Jahr 2009, als vereinbart wurde, dass im Falle eines Kontrollwechsel bei EnBW, die kommunalen Anteilseigner die Anteile zurückkaufen können. Das Land Baden-Württemberg übernahmen vom französischen Energiekonzern EdF 46,5 Prozent der Anteile. Nun ist man sich nicht einig, ob dies als Kontrollwechsel gilt.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps