EnBW könnte Finanzspritze erhalten
Von: Deian I.Der Energiekonzern EnBW, der mittlerweile tief in die roten Zahlen gesunken ist, hofft derzeit auf Kapital von seinen großen Anteilseignern. Die Rettung der Energiegesellschaft scheint in absehbarer Zeit einzutreten, denn sowohl das Land Baden-Württemberg als auch die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) planen Finanzspritzen in Millionenhöhe.
Am Montag sagte der Verbandsvorsitzende des kommunalen Zweckverbands, Kurt Widmaier, dass sie grundsätzlich zu einer Kapitalerhöhung bereit seien. Etwa 50 Mitglieder des Zweckverbandes hatten zuvor getagt und wurden über die Strategie des Energieversorgers vom EnBW-Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Villis informiert. Das zentrale OEW-Organ entschloss sich anschließend zur Kapitalerhöhung. Bereits vor mehreren Wochen spekulierten Branchen-Experten über eine Investition in Höhe von 800 Millionen EUR der beiden großen Anteilseigner, um den Bereich erneuerbare Energien auszubauen.
Widmaier wollte sich bei seiner Ankündigung auf keinen konkreten Betrag festlegen, die Mindestsumme soll aber bei rund 400 Millionen EUR liegen. Um die Kapitalspritze zu finanzieren, will sich der Zweckverband ein Darlehen am Kapitalmarkt sichern. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine Verbandsversammlung über die Art und Höhe der Finanzierung beraten.
Durch eine alleinige Finanzierung der OEW, würden sich die Anteile des Unternehmens neu ausrichten. Derzeit sind das Land und die OWE die beiden größten Anteilseigner mit jeweils 46,5 Prozent.
Ähnliche Nachrichten: