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5. July 2011, 20:14 Uhr Alter: 317 Tage

EnBW plant Anteile des Hochspannungsnetzes zu verkaufen

Von: Deian I.

Angesichts der bevorstehenden Energiewende versuchen immer mehr Energieversorger Geld zu beschaffen. Der Stromerzeuger EnBW will deshalb Anteile seines Hochspannungsnetztes verkaufen.



Laut dem Vorstandschef, Hans-Peter Villis, überlegt der Konzern sich zu öffnen, was das Thema Netze angeht. Dabei denkt EnBW speziell an Infrastrukturfonds. Dies sagte Villis der "Financial Times Deutschland".



Gleichzeitig gibt mit dieser Entscheidung auch der letzte der vier großen Energiekonzern in Deutschland den alleinigen Anspruch der "Strom-Autobahnen" auf. Vattenfal und E.ON haben ihre Hochspannungsnetze bereits komplett verkauft während RWE dem Bericht zufolge 75 Prozent der Netztochter Amprion an eine Gruppe von Finanzinvestoren der Commerzbank-Tochter Commerz Real verkaufen will. Nach Angaben des Vorstandschefs bleibe die Mehrheit der EnBW Tochter Transportnetze weiterhin bei dem Konzern. Sollte es zum Verkauf kommen, rechnet EnBW mit einem Erlös in dreistelliger Millionenhöhe.



Die Kombination aus Brennelementesteuer und die Abschaltung von acht Kernkraftwerken treibt die deutschen Atomkonzerne in eine finanzielle Enge, EnBW leidet am stärksten unter dieser Lage. Eigenen Angaben zufolge wird der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen des Energiekonzerns in diesem Jahr um bis zu 25 Prozent sinken. Während bereits zwei der vier Meiler stillgelegt sind, muss der Konzern weiter in neue Kraftwerke investieren, um einen Stromengpass zu vermeiden.



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