EnBW verbucht hohen Verlust in den ersten 9 Monaten
Von: Deian I.Der Energiekonzern EnBW ist weiterhin in den roten Zahlen, konnte seine Verluste im letzten Quartal allerdings reduzieren. Deutschlands drittgrößter Stromversorger ist ein Unternehmen, welches am stärksten unter dem Atomausstieg leidet, so ein Bericht der Zeitschrift "Focus".
Am Freitag teilte der Energieversorger in Karlsruhe mit, dass es durch die Abschaltung von 2 Atomkraftwerken 551,9 Millionen EUR Verlust entstanden sind. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres konnte die EnBW noch einen Gewinn von 1,245 Milliarden EUR verbuchen.
Dennoch konnte der drittgrößte Energiekonzern Deutschlands seine Verluste im Vergleich zum Halbjahresergebnis, wo ein Minus von 589,8 Millionen EUR entstand, leicht verbessern. Dies verdankt der Konzern dem gestiegenen Strom- und Gasverkauf sowie dem Fehlbetrag durch ein gutes Handels- und Dienstleistungsgeschäft. Nach Angaben von Hans-Peter Villis, dem Vorstandschef der EnBW, wird das operative Ergebnis 20 bis 25 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen.
Das 3. Quartal schloss die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit einem um 6,4 Prozent höheren Stromabsatz ab. Auch im Gasgeschäft verbuchte der Konzern einen Zuwachs um 13,5 Prozent und schloss den Konzernumsatz 6,3 Prozent höher bei 13,76 Milliarden EUR ab. Um aus den roten Zahlen zu kommen, wollen die Karlsruher Kosten senken und ihre Effizienz steigern. Noch bis Ende 2014 sollen jedes Jahr 750 Millionen EUR eingespart werden. Dazu sollen unter anderem Anteile am österreichischen Stromunternehmen EVN verkauft werden.
Bis vor Kurzem erzeugte der Karlsruher Versorger rund die Hälfte seines Stroms aus Kernenergie. Aufgrund des Atomausstiegs, welcher hohe Verlust für EnBW mit sich brachte, will sich das Unternehmen nun auf dezentrale Energielösungen konzentrieren. Im Bereich der erneuerbaren Energien fokussiert sich EnBW besonders auf Wind- und Wasserkraft, wo das Unternehmen Partnerschaften mit Stadtwerken und Kommunen ausbauen will. Innerhalb von 10 Jahren soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion EnBWs auf 20 Milliarden Kilowattstunden verdoppelt werden.
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