EnBW will Abhängigkeit von Atomstrom senken
Von: Deian I.Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW plant seinen Energiemix neu auszurichten. Bisher ist das Unternehmen zu 50 Prozent von Atomstrom abhängig. In naher Zukunft soll mit Hilfe eines umgebautes Umspannwerk Windstrom, der in der Nord- und Ostsee gewonnen wird, in die Netze vor Ort fließen.
Der 30 Millionen EUR teure Umbau des Umspannwerks Großgartach bei Heilbronn wurde am Dienstag eingeweiht. Der Energieversorger teilte mit, dass dort in Zukunft Windkraft aus den Anlagen in Nord- und Ostsee in das lokale Netz eingespeist werden soll.
Mit der Einweihung der neuen Anlage verfügt EnBW über einen der wichtigsten Knotenpunkte im nördlichen Baden-Württemberg. Über dieses Umspannwerk fließt ein großer Teil des Stromtransits, der durch den starken Ausbau der Winderzeugung in Norddeutschland weiter zunimmt. Während der Konzern bisher zu 50 Prozent von Atomstrom abhängig war, soll sich dies demnächst ändern.
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