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18. May 2011, 18:51 Uhr Alter: 365 Tage

Energie Mark Brandenburg gewinnt immer mehr Kunden

Von: Deian I.

Zum Hauptgeschäft der Energie Mark Brandenburg (EMB) gehören immer noch die Wärmeversorgung aus Erdgas. Doch das ehemalige "Erdgas Mark Brandenburg" will sich nun auch als Stromanbieter in der Region etablieren.



Im Vergangenen Jahr stieg der Stromabsatz des Unternehmens um 53 Prozent auf 42,9 Millionen Kilowattstunden. Dies kündigte gestern bei der Vorlage der Bilanz des Unternehmens in Potsdam der Geschäftsführer Eberhard Richter an. 2008 begann das Unternehmen mit dem Verkauf von Ökostrom aus norwegischen Wasserkraftwerken mit lediglich 1.000 Kunden. Mittlerweile hat EMB bereits 20.000 Stromkunden und rechnet mit 5.000 weiteren bis zum Ende des Jahres.



Unternehmensangaben zufolge konnte EMB mit dem neuen Geschäftsfeld Strom, die Verluste aus der Erdgas-Sparte so weit es geht ausgleichen. Durch die Liberalisierung des Gasmarktes verlor das Unternehmen seit 2007 fast 17.000 Kunden an die Konkurrenz. Im vergangenen Jahr konnte der Rückgang abgebremst werden. Ein neuer Trend bei den Bauherren ist der Verzicht auf Erdgas und die Bevorzugung der Wärmepumpen. Dieser Trend wurde nach dem Boom allerdings schnell gestoppt, weil die Wärmepumpen in kalten Wintern besonders viel Strom benötigen.



Dank des kalten Winters 2010 konnte die EMB 6,3 Prozent mehr Gas verkaufen als noch im Vorjahr, dies entspricht 7,54 Milliarden Kilowattstunden. Wegen gesunkener Gaspreise viel allerdings der Umsatz mit 311 Millionen EUR rund 30 Millionen EUR niedriger aus als im Vorjahr.



Derzeit versorgt die EMB 1.800 Kunden des angeschlagenen Energieversorgers TelDaFax in Brandenburg, die seit dem 1. April in die Grundversorgung gefallen sind. Beim EMB geht man allerdings davon aus, dass die meisten Kunden einen anderen Versorger suchen werden.



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