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26. May 2010, 15:04 Uhr Alter: 2 Jahre

Energie-Riese EnBW prüft intern Nuklearbrennstoff-Geschäfte mit Russland

Von: Deian I.

Der Energiekonzern EnBW prüft wegen Problemen seine Nuklearbrennstoff-Geschäfte mit Russland. Laut einem EnBW-Sprecher laufe bereits seit vergangenem Sommer eine interne Untersuchung. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob alle rechtlichen Aspekte beachtet wurden.

 

Der Sprecher wollte keine weiteren Details nennen, sagte jedoch, dass die baden-württembergische Atomaufsicht bislang nicht eingeschaltet wurde und auch Sicherheitspakete keine Rolle spielen würden. Dennoch sorgte der Konzern für Aufregung und die Grünen fordern eine umfassende Aufklärung. Bereist im Februar teilte der Konzern mit, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr 116,5 Millionen Euro vorsorglich abgeschrieben habe. Dies geschah nachdem sich im Berichtsjahr Erkenntnisse ergeben haben, dass vertragliche Vereinbarungen möglicherweise nicht erfüllt werden können. Laut Informationen der Zeitung sollen nun externe Gutachter die Umständer der vertraglichen Beziehungen genauer unter die Lupe nehmen. Darüberhinaus wurde der EnBW- Vorstand unter Hans-Peter Villis sowie der Aufsichtsrat mit den Vertretern der oberschwäbischen und französischen Großaktionäre eingeschaltet.

 


Seit einigen Jahre verarbeitet der Energiekonzern Uran aus alten russischen Militärbeständen zu Brennelementen für westliche Kernkraftwerke. Damit werden die Restbestände unschädlich gemacht. Laut dem Sprecher des Umweltministeriums gab es bisher keine Auffälligkeiten bei den Lieferungen von Brennelementen für Atomkraftwerke aus Russland. Die Grünen im Landtag sind da anderer Meinung und gehen davon aus, dass die gesetzlich vorgeschriebene Zuverlässigkeit von Betreibern kerntechnischer Anlagen berührt sein könne. Dies sei der Fall, wenn es Hinweise auf Korruption gebe. Deshalb fordert der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Franz Untersteller, den Energiekonzern auf, Licht in die "dubiose Angelegenheit" zu bringen.



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