Energiekonzern E.ON erwartet Milliarden-Entschädigung
Von: Deian I.Deutschlands größter Energiekonzern E.ON kündigt der deutschen Bundesregierung an, dass er für die Kosten bezüglich des Atomausstiegs entschädigt werden müsse. Vorstandschef Johannes Teyssen sagte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass der Konzern für die Entschädigung die Verfassungsklage als Grundlage nutzen wird.
Dem Zeitungsbericht zufolge erwarte E.ON hohe Summen von der Bundesregierung. Laut Teyssen handelt es sich um "substanzielle wirtschaftliche Interessen". Konkret geht es um einen Schadenersatz im Bereich mehrerer Milliarden EUR. Auch für die Klage gegen die Brennelementesteuer sieht der E.ON-Chef gute Chancen auf Erfolg. Johannes Teyssen ist zuversichtlich, dass der Energieversorger die Steuer mit einigen Prozent Zinsen zurückbekommt.
Bezüglich des geplanten massiven Stellenabbaus will sich Teyssen nicht von seinem Kurs abbringen lassen. Seiner Meinung nach gäbe es zum Umbau des Konzerns keine Alternative. Vor wenigen Wochen erklärte der E.ON-Chef, dass weltweit 11.000 von den insgesamt 85.000 Arbeitsplätzen gestrichen werden sollen.
Im Streit um den geplanten Stellenabbau forderte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einen Tarifvertrag für die Mitarbeiter, um die Beschäftigung abzusichern. Sollte E.ON nicht auf diese Forderung eingehen, soll diese mit einem Streik durchgesetzt werden. Teyssen sagte dazu, dass selbst Streiks nichts an der Lage ändern könnten. Die Kosten des Energieversorgers seihen zu hoch und müssten runter, ansonsten sei die Überlebensfähigkeit gefährdet.
Seit der Ankündigung hat E.ON keine Pläne bzw. Details zum Stellenabbau bekannt gegeben. Teyssens Einschätzung zufolge werden nicht alle Energieunternehmen in Europa den Umbau der Energieversorgung zu einem Modell aus erneuerbaren Energien überlegen. E.ON wird laut Teyssen allerdings nicht dazugehören.
Ähnliche Nachrichten: