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16. March 2010, 10:35 Uhr Alter: 2 Jahre

Energiesparlampe, LED- oder Halogenlampe?

Von: Deian I.

Immer mehr Leute, vorallem Politiker, versuchen uns in den letzten Jahren zum Stromsparen zu animieren. Dabei legen aber viele Menschen Wert auf eine gemütliche Beleuchtung der Wohnung, die meisten Energiesparlampen sind aber sehr enttäuschend. Verbraucher klagen über kaltes, ungemütliches Licht, das die Energiesparlampen abgeben. Grund dafür ist, dass das Licht diffus abgestrahlt wird und nur ein Teil des Spektrums des natürlichen Lichts wiedergeben. Dies führt dazu, dass die Rottöne fehlen und das Licht eher matt und grau ausfällt. Deshalb müssen Verbraucher für jeden Raum die beste Kombination finden. Experten raten Halogen-, LED- und Energiesparlampen in der Wohnung zu kombinieren.

 

Vor dem Einsatz von Energiesparlampen sollten Sie die Zahlenangaben auf der Leuchtmittel-Verpackung berücksichtigen. Wichtig ist die die Lichtleistung in Lumen und die Farbtemperatur in Kelvin (K). Laut Wolfgang Buttner, Berater beim Bund der Energieverbraucher in Unkel bei Bonn, sagt die Leistung in Watt nichts darüber aus, wie viel Licht eine Glühbirne abgibt. Wichtig ist die Lumen-Angabe. Laut Buttner kann der Wert einer 60-Watt-Glühlampe zum Beispiel bei 550 bis 710 Lumen liegen. Das Licht wird bei der Energiesparlampe durch den mattierten Leuchtkörper diffus abgegeben und der Verbraucher empfindet dies als zu schwach. Laut Alfred Wacker vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Frankfurt wirkt das Licht schwächer, weil die Leuchtdichte geringer ist. In diesem Fall sollten Sie einfach zur nächststärkeren Glühbirne greifen. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto mehr Rottöne werden abgegeben und dementsprechend schwächer empfinden wir das Licht. Warmweißes "Schummerlicht" wird bei 2500 bis 3000 Kelvin erreicht. Neutralweißes Licht für Arbeitszimmer hingegen bei 4000 Kelvin. Tageslichtweißes Licht mit 6000 Kelvin eignet sich besonders für Schaufenster.

 

Laut Wacker kann ein Haushalt zu zeit Drittel mit Energiesparlampen ausgerüstet werden. Nur in der Küche und wo unbedingt eine gute Farbwiedergabe notwendig ist, wie zum Beispiel am Arbeitsplatz, wird der Einsatz von Halogen- oder LED-Lampen geraten. Das klare Halogenlicht wird auch für Kronleuchter empfohlen. Auch Besitzer von Wohnungen mit vielen Braun- und Rottönen sollten zur Halogenleuchte greifen, da diese die Farbtöne besser wiedergibt. Buttner rät Bilder oder Porzellan in Vitrinen mit Leuchtdioden (LED) in Szene zu setzen. Diese bringt Glanzeffekte und Lichtbrechungen besser zur Geltung. Weiterhin eignen sich LED-Lampen auch im Bad oder das Treppenhaus, da diese in einer Sekunde ihre volle Lichtleistung entfalten. Eine Energiesparlampe braucht da gleich mehrere Minuten. Jürgen Waldorf, Leiter der Brancheninitiative Licht.de empfiehlt den Verbrauchern mit den Lampen zu experimentieren. Vor dem Kauf sollten die Käufer sich überlegen, zu welchem Zweck die Lampe dienen soll und nach diesen Kriterien das richtige Leuchtmittel auswählen. Ab dem 1. September 2010 werden alle Hersteller verpflichtet die Lichtleistung in Lumen und die Farbtemperatur in Kelvin auf der Verpackung und auch Internet anzugeben.

 

Auch Lichtdesigner Tobias Grau aus Rellingen bei Hamburg rät ein Mischkonzept für die Beleuchtung in der eigenen Wohnung. Für stimmungsvolles Licht setzt der Designer vor allem LED-Lampen ein. In Zukunft werden Räume nicht mehr mit Deckenleuchten und einer Stehlampe erhellt. Mehrere Lichtquellen werden in Zukunft unsere Räume erhellen. Es finden sich bereits in Möbeln wie Tischen, Schränken und Regalen integrierte LED-Lampen. Laut Grau war das Glühlampen-Verbot ein guter Aufschwung für die Industrie.



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