Energieverbrauch in Deutschland gestiegen
Von: Deian I.Die Wirtschaft scheint sich ersten Anzeichen zufolge zu erholen. Laut ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Absatz von Strom und Erdgas im ersten Quartal 2010 gegenüber 2009 insgesamt um fünf Prozent gestiegen. Während der Stromverbrauch um drei Prozent gestiegen ist, konnte der Gasabsatz rund sieben Prozent nach oben klettern. Laut Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung ist der lange Winter und der ansteigende Industrieverbrauch Ursache für die konjunkturelle Belebung.
Die Energiewirtschaft hat in den letzten drei Jahren fast 31 Milliarden Euro investiert. Allein in diesem Jahr sind zusätzlich Investitionen in Höhe von 13,5 Milliarden Euro geplant. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung erklärte, dass nur kapitalkräftige Unternehmen in der Lage sind, solche Investitionen in schwierigen Zeiten zu leisten. Dies sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden und den Ausbau der Netze vernachlässigen. Der Staat muss die Konzerne richtig kontrollieren, aber den Energieunternehmen auch Raum zum Handeln lassen. Die Pläne der deutschen Energiewirtschaft sehen auch den Bau und die Modernisierung von 63 Kraftwerken vor. Davon sind 17 dieser Vorhaben regenerative Anlagen. Bis 2017 soll eine Gesamtleistung von gut 31.000 Megawatt errichtet werden. Dafür sind Investitionen von rund 43 Milliarden Euro notwendig.
Neben dem Bau von Kraftwerken soll in diesem Jahr 2 Milliarden Euro in Gasnetze und 3,8 Milliarden Euro in Stromnetze investiert werden. Laut Müller müssen die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, damit die Investitionen in erneuerbare Energien zügiger vorran gehen können. In Zukunft werden viel höhere Investitionen notwendig sein.
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