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26. October 2011, 17:41 Uhr Alter: 204 Tage

Energieversorger E.ON streicht jede zweite Stelle

Von: Deian I.

Laut einem Konzernsprecher des Energieversorgers E.ON, will das Unternehmen in der Konzernzentrale in Düsseldorf jede zweite Stelle streichen. Dies teilte der Konzernsprecher am Dienstag nach einer Betriebsversammlung mit.



Von den insgesamt 850 Arbeitsplätzen sollen 230 ersatzlos gestrichen während 220 weitere ausgelagert werden. Von den auszulagerndenden Stellen sind Angestellte aus dem Bereich Einkauf, IT und Rechnungswesen betroffen. Derzeit sei noch nicht klar, wohin diese Stellen ausgelagert werden, laut dem Sprecher bleiben sie aber im Konzern.



Eigenen Angaben zufolge soll der Standort Düsseldorf weiterhin als Zentrale dienen. Früheren Medienberichten zufolge plane E.ON einen Wechsel nach Essen, dies sei E.ON zufolge aber nie besprochen worden sein.



Durch das Einsparungspaket will der Energieversorger von den weltweit 85.000 Arbeitsplätzen rund 11.000 Stellen streichen, davon allein 6.000 in Deutschland. Grund für die drastischen Einsparungen sind das schwache Gasgeschäft, sinkende Renditen sowie der vorangezogene Atomausstieg durch die deutsche Bundesregierung.



Bei den 230 Stellen, die fristlos wegfallen sollen, können betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, obwohl dies laut E.ON vermieden werden soll. Weiterhin kündigte der Energiekonzern an, dass die Personalstreichungen "kurzfristig" stattfinden sollen, nannte aber keinen genauen Zeitplan. Zunächst sollen mit den Arbeitnehmervertretern Verhandlungen geführt werden, gleichzeitig beabsichtigt Verdi die Durchsetzung eines Tarifvertrags, um die Beschäftigung der Angestellten zu sichern.



Der deutsche Energieversorger bestätigte Gerüchte, wonach Mitarbeiter, die bis Endes dieses jahres freiwillig kündigen, eine Prämie erhalten. Angaben zu den Standorten in Hannover und München, wo die Mitarbeiter ebenfalls um ihre Arbeitsplätze fürchten, machte E.ON am Dienstag nicht.



Verdi kündigte bereits eine Protestaktion an, an der die Beschäftigten des Energieversorgers bundesweit vom 27. Oktober bis zum 7. November teilnehmen sollen.



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