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13. July 2011, 18:03 Uhr Alter: 309 Tage

Energiewende in Japan

Von: Deian I.

Rund vier Monate nachdem Erdben und Tsunami sowie der darauffolgenden Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima plant die japanische Regierung der Atomkraft den Rücken zu kehren. Nach Angaben des Premierministers Naoto Kan wolle Japan in mehreren Etappen aus der Atomkraft aussteigen.



Am Mittwochabend japanischer Ortszeit sagte der Premierminister, dass er eine zukünftige Gesellschaft ohne Kernkraftwerke schaffen werde. Er forderte, dass Japan nicht länger von der Atomkraft abhängig sein darf.



Derzeit bezieht das Land der aufgehenden Sonne etwa 30 Prozent seiner Energie aus Atomkraft. Dieser Anteil sollte vor der Katastrophe im März bis 2030 auf 53 Prozent erhöht werden. Nun bleibe der Regierung nichts anderes übrig, als dieses Ziel zu Grabe zu tragen. Erst nach dem Erdbeben wurden die hohen Risiken, die mit der Atomkraft verbunden sind, bekannt. Zahlreiche Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und die Behörden ordneten ein Sperrgebiet mit einem Umkreis von 20 Kilometern an.



Die Kühlsysteme der Atommeiler versagten nach dem Erdbeben und Tsunami, woraufhin aufgrund der teilweisen Kernschmelze in 3 der 6 Reaktoren Mengen an radioaktiven Substanzen nach außen gelangen. Vergangene Woche ordnete die Regierung Stresstest für die japanischen Atomkraftwerke an, um die Bevölkerung zu beruhigen.



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