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10. June 2011, 17:35 Uhr Alter: 342 Tage

E.ON-AKW Isar 1 bleibt ausgeschaltet

Von: Deian I.

Der Energieversorger E.ON ist der erste deutsche Betreiber von Kernkraftwerken, der ausdrücklich darauf verzichtet hat, seine alten Reaktoren nach dem Ende des Atommoratoriums wieder anzufahren. Dies gilt laut einem Unternehmenssprecher auch für die Reaktoren Unterweser und Isar 1.



Nach der Mitteilung am Donnerstag teilte Deutschlands größter Energieversorger mit, dass die Bundesregierung zusammen mit den Parteien deutlich gemacht hätten, dass die Stilllegung der alten Kernkraftwerke weiterhin andauern solle, bis ein neues Atomgesetz in Kraft trete. Das Unternehmen will den klaren politischen Mehrheitswillen umsetzen.



Demnach wird E.ON die betroffenen Kraftwerke auch ohne ausdrückliche Verfügung nicht mehr in Betrieb nehmen. Die zuständigen Behörden und die Übertragungsnetzbetreiber wurden darüber bereits informiert. Dennoch will der Energiekonzern durch den entstehenden Vermögensschaden durch das Atomgesetz diverse Schritte einleiten.



Die anderen von den Reaktorstillegungen Betroffenen AKW-Betreiber RWE und EnBW halten ihre Möglichkeit des Wiederanfahrens ihrer Reaktoren noch offen. Nach Angaben einer RWE-Sprecherin prüfe der Konzern derzeit die Beschlüsse der Bundesregierung.



Auch der Energieversorger EnBW aus Baden-Württemberg hat noch keine Entscheidung getroffen. Ein Wiederanfahren seiner Reaktoren ist jedoch eher unwahrscheinlich, da der Konzern bereits auf eine Klage gegen das Moratorium verzichtete und dessen größter Aktionär die rot-grüne Landesregierung von Baden-Württemberg ist.



Mitte Juni läuft das besagte Atommoratorium aus, das nach der Katastrophe in Fukushima die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke vorläufig stilllegte. Zu den betroffenen AKWs gehören Neckarwestheim 1, Biblis A und B, Isar 1, Brunsbüttel sowie Philippsburg 1 und Unterweser. Die Bundesregierung plant in ihrem neuen Energiekurs diese Kraftwerke sowie den Pannenreaktor Krümmel nicht wieder anzufahren.



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