E.ON auf Sparkurs
Deutschlands größter Energiekonzern will dem Winterspeck vorbeugen und spart bereits vor Wintereinbruch. Grund dafür sind große Investitionen, die in absehbarer Zeit im Ausland stattfinden sollen. Nach Angaben des Leiters der E.ON-Repräsentanz aus Berlin, Joachim Lang, will der Düsseldorfer Konzern mithilfe von Einsparungen und dem geplanten Stellenabbau insgesamt 1,5 Milliarden EUR jährlich einsparen. Mit dem eingesparten Geld will E.ON in Projekte in Indien, Brasilien und der Türkei investieren.
Durch die Investitionen will der Düsseldorfer Energiekonzern seine Präsenz im Ausland stärken. Gleichzeitig wird für die Auslandsinvestitionen im Heimatland Deutschland gespart. Geplant sind ein langsamerer Ausbau der Dienstwagenflotte sowie Einsparungen bei gemieteten Liegenschaften in der bayerischen Landeshauptstadt München. Dies sagte Lang der Nachrichtenagentur dapd.
Im August dieses Jahres kündigte E.ON an, dass der Konzern im Zuge seines Sparprogramms rund 11.000 Arbeitsstellen weltweit streichen. Durch die Streichung der Arbeitsplätze alleine erhofft sich E.ON Einsparungen in Höhe von 750 Millionen EUR, so der Leiter der Berliner E.ON-Repräsentanz.
E.ON plant eigenen Angaben zu folge bis 2015 rund 25 Prozent seines Gewinnes im Ausland zu erwirtschaften. Derzeit prüft das Unternehmen lokale Partner, weil die Strukturen laut E.ON teilweise sehr transparent sind bzw. von einzelnen Familien dominiert werden.
E.ONs Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen sagte vor wenigen Wochen der "Financial Times Deutschland", dass man bereits an "gigantischen Projekten" arbeite. In Russland ist E.ON bereits einer der größten ausländischen Investoren. Dafür wurde der deutsche Konzern jüngst von dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin gelobt.
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