E.ON bespricht im Aufsichtsrat die Folgen des Atomausstiegs
Von: Deian I.Wie vor wenigen Tagen wird auch über einen möglichen Massen-Stellenabbau bei dem größten deutschen Energiekonzern spekuliert. In Düsseldorf fand sich der E.ON-Aufsichtsrat zu einem zweitägigen Strategie-Meeting zusammen. Bis zum späten Montagnachmittag wurden keine Details genannt.
Gerüchten zufolge wollen Arbeitnehmervertreter den Vorstand zur Rede stellen, nachdem in den Medien vermehrt von einem massiven Arbeitsplatzabbau und einer Standortschließung die Rede ist. Grund für die drastischen Maßnahmen sei der Atomausstieg.
Eigenen Angaben zufolge prüft E.ON derzeit eine Anpassung seiner aktuellen Strategie, dies betrifft auch einem möglichen Stellenabbau. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete vor kurzem, dass E.ON mit dem Gedanken Spiele, bis zu 10.000 Stellen, also etwa 10 Prozent der Belegschaft, weltweit zu streichen. Die Arbeitnehmervertreter sind von diesen Zahlen erschrocken. Im Aufsichtsrat wird nun eine Debatte bezüglich dieses Themas bis Dienstag diskutiert.
Am Mittwoch will der Düsseldorfer Konzern seine Halbjahreszahlen veröffentlichen. Spätestens dann muss der Vorstandschef Johannes Teyssen die massiven Einschnitte öffentlich bekanntgeben.
Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass der Atomausstieg nun seine "hässliche Fratze" in den Zahlen bei RWE und E.ON zeige. Der Umsatz wird auch in Zukunft schrumpfen und die Kosten müssen demnach runter gefahren werden. Daran leiden letztendlich die Dividende und auch die Mitarbeiter.
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