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20. May 2010, 20:16 Uhr Alter: 2 Jahre

E.ON beteiligt sich an Trans Adriatic Pipeline Projekt

Von: Deian I.

Der deutsche Energieversorger E.ON hat sich dem Industrie-Konsortium für den Transport von Erdgas vom Kaspischen Meer und dem Nahen Osten nach Europa angeschlossen. Am Donnerstag unterzeichneten Vertreter von E.ON Ruhrgas, der schweizer Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) und der norwegischen Statoil eine Übereinkunft in der vorgesehen wird, das Geschäft bis Ende Juni abzuschließen.

 

E.ON wollte sich bisher nicht zum Kaufpreis äußern. Das Konsortium teilte mit, dass E.ON Ruhrgas einen Anteil von 15 Prozent am Trans Adriatic Pipeline Projekt (TAP) übernimmt. Somit bleiben der EGl und Statoil ein Anteil von jeweils 42,5 Prozent. TAP hält sogar weitere strategische Partner für möglich. Das Pipeline-Projekt soll im Rahmen des "Süd-Korridors" Gas vom Kaspischen Meer und dem Nahen Osten über Griechenland, Albanien und die Adria nach Italien transportieren. Nach Angaben des Konsortiums wird das Projekt von der EU mit einem Betrag im einstelligen Millionenbereich gefördert. Die E.ON Ruhrgas AG hält bereits einen Anteil von 20 Prozent an der Ostsee-Pipeline Nord Stream. Laut E.ON-Ruhrgas-Vorstandsmitglied Jochen Weise wird E.ON demnächst einen wichtigen Beitrag für die sichere Energieversorgung Europas leisten. Wegen der wachsenden Erdgasnachfrage sieht er keine Konkurrenz zum Nabucco-Projekt. An dem Pipeline-Projekt Nabucco beteiligt sich unter anderem auch der Energiekonzern RWE. Darüberhinaus finanziert die EU das Projekt mit 200 Millionen Euro.

 


Statoil-Vizepräsident Rune Bjørnson ist von der Beteiligung des deutschen Energiekonzerns sehr angetan. Laut TAP-Direktor Kjetil Tungland ist die Pipeline "der direkten und kosteneffizienteste Zugang zu den Gasreserven in der Kaspischen Region und im Mittleren Osten". Die 520 Meter lange Pipeline wird Erdgas in die süditalienische Region Puglia und weiter nach Westeuropa führen. Das Transportvolumen ist auf 10 bis 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausgelegt. Darüberhinaus soll in Albanien ein Erdgasspeicher gebaut werden, um die Liefersicherheit auch bei Engpässen zu gewährleisten.



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