E.ON: bulgarische Tochterfirma wird verkauft
Von: Deian I.Deutschlands größter Energiekonzern E.ON beginnt seine konzernweite Umstrukturierung. Im Rahmen dieser trennte sich der Stromanbieter von seiner bulgarischen Tochterfirma E.ON Bulgaria. Die Tochterfirma wechselte für 133 Millionen EUR den Besitzer.
Der tschechische Energiekonzern Energo-Pro ist der neue Besitzer der ehemaligen E.ON-Tochter, welche ihren Sitz in Varma hält und im Nordosten Bulgariens ein 42.000 Kilometer langes Stromnetz besitzt. Im vergangenen Jahr setzte die ehemalige E.ON-Tochter rund 5,3 Milliarden Kilowattstunden Strom ab.
Der deutsche Energiekonzern übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an einer Vertriebsgesellschaft und einem Netzbetreiber, nachdem die bulgarische Energiewirtschaft privatisiert wurde. Mit dem Verkauf startet E.ON seinen Konzernumbau, den der E.ON-Chef Johannes Teyssen vor wenigen Monaten ankündigte. E.ON versucht dem eigenen Konzern eine neue, strategische Richtung zu verpassen. Nach dem schlechten Halbjahresergebnis muss der Energiekonzern sparen. Weiterhin geplant ist ein massiver Stellenabbau, von dem besonders die deutschen Mitarbeiter betroffen sind.
E.ON will in den kommenden Jahren weltweit rund 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Schätzungen zufolge will der Stromanbieter allein in Deutschland 6.500 Stellen streichen. Die Gewerkschaften verhandeln derzeit mit E.ON über das genaue Vorgehen beim Sparplan. Während betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen, werfen Arbeitnehmervertreter dem Konzern vor, dass der Stellenabbau nicht unbedingt notwendig sei. Trotz des großen Gewinnes in Milliardenhöhe will E.ON bis Ende 2013 einen Erlös von 15 Milliarden EUR mit dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen erzielen.
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