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29. August 2011, 23:02 Uhr Alter: 261 Tage

E.ON erhält Genehmigung, um AKW Brodorf wieder anzufahren

Von: Deian I.

Das AKW Brokdorf wurde Anfang des Monats nach einer Panne in einem der beiden Transformatoren abgeschaltet, da der Schaden nicht in absehbarer Zeit behoben werden könnte. E.ON stellte daraufhin einen Antrag, um das Atomkraftwerk nur mit einem Trafo und somit halber Leistung betreiben zu dürfen.



Die zuständige Aufsichtsbehörde, das Kieler Justizministerium, hat diesen Antrag nun gestattet. Der Stromanbieter erhielt am Donnerstag die Genehmigung, das Atomkraftwerk Brokdorf mit einem Transformator wieder ans Netz bringen zu dürfen. Der Reaktor wurde am 7. August nach dem Vorfall heruntergefahren, nach dem es erst kurz zuvor wegen planmäßiger Wartungsarbeiten vom Netz getrennt wurde und den normalen Betrieb aufnehmen sollte.



Die Untersuchungen der Atomaufsicht nach dem Vorfall ergeben, dass die Abschaltung ordnungsgemäß verlaufen sei. Laut E.ON ist der beschädigte Trafo nicht mehr zu reparieren und wird im September ausgetauscht. Bei der kompletten Zerlegung soll darüber hinaus klar werden, was genau die Ursache für den Ausfall war.



Die Atomaufsicht hat keine Sicherheitsbedenken, da ihrer Meinung nach ein Trafo ausreichend für den weiteren Betrieb des AKW sei. Derweilen wird die Entscheidung, das Atomkraftwerk wieder anzufahren, von der Opposition im schleswig-holsteinischen Landtag kritisiert.



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